Kindergesundheitswoche
23.-25. Apr 2018
AKTUELLES
KinderGesundheitsWoche
Unter dem Motto "Entdecke die Geheimnisse für ein gesundes Leben" findet vom 23. bis
25. April 2018 die KinderGesundheitsWoche statt.

In mehr als 50 interaktiven Workshops werden die Themen Gesundheit und Prävention den Kindern und Jugendlichen nähergebracht.
 
Gesundheitstipps
 
 
Du bist, was du isst...im Gespräch mit Ärztekammerpräsident Dr. Thomas Szekeres
DU BIST, WAS DU ISST...

Wenn Eltern einen ständig daran erinnern, dass man auch mal was gesundes Essen soll, kann das ganz schön nerven. Und wenn sie sagen, dass man immer nur vor dem Fernseher sitzt, ebenfalls. Aber warum machen die Erwachsenen das? Wieso predigen sie dauernd gesunde Ernährung oder Bewegung an der frischen Luft? Wir haben bei Dr. Thomas Szekeres, dem Präsident der Österreichischen Ärztekammer, nachgefragt und das sind seine Antworten.

Warum ist Bewegung und Sport so wichtig?
Kinder stecken mitten in ihrer körperlichen Entwicklung. Dafür benötigen sie mehr Bewegung als Erwachsene. Nur durch viel Bewegung kann sich die Wirbelsäule richtig entwickeln. Sport kräftigt die Muskulatur, stärkt die Knochen und trägt zu einer besseren Körperhaltung bei. Kinder, die regelmäßig Sport treiben, sind in der Regel weniger krank. Mit der Bewegung steigt die gute Laune. Ängste, Aggressionen oder Stress werden leichter abgebaut.

Was sind Gründe dafür, dass Kinder übergewichtig sind?
Das Körpergewicht bleibt normal, wenn Energieverbrauch - durch Bewegung, Sport - und Energieaufnahme - durch Essen und Trinken - gleich sind. Machen wir aber z.B. keine Bewegung und sitzen tagelang nur vor dem Fernseher, gerät dieses Gleichgewicht ins wanken. Übergewicht ist die Folge.
Viele Kinder fahren mit dem Bus zur Schule oder werden mit dem Auto gebracht. Zu Fuß oder mit dem Rad fahren die wenigsten. Wer dann noch viel vorm Fernseher oder Computer sitzt, leidet schnell an Bewegungsmangel.

Essen wir heute mehr als die Menschen früher?
Das ist tatsächlich so. Die Auswahl an Nahrungsmitteln ist so groß wie nie. Geschäfte haben fast rund um die Uhr offen. Bäcker, Würstelbuden, Fastfoodlokale - das Angebot wächst. Wir essen nicht immer, weil wir Hunger haben, sondern weil es schmeckt oder aus Langeweile. Dadurch essen wir mehr als unser Körper braucht.

Warum ist Übergewicht schlecht? Es heißt doch "rund und gesund"?
Es geht nicht ums Aussehen. Viele Krankheiten, die früher nur bei Erwachsenen aufgetreten sind, finden sich seit einigen Jahren vermehrt auch bei übergewichtigen Kindern. Dazu zählen Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder der Typ-2-Diabetes, bekannt als "Altersdiabetes". Übergewicht hat aber nicht nur gesundheitliche Auswirkungen. Dicke Kinder werden oft gehänselt und fühlen sich nicht wohl.

Manche sagen, sie haben Übergewicht geerbt. Stimmt das?
Erbliche Faktoren können einen Einfluss auf Übergewicht haben. So bestimmen Gene beispielsweise wieviel Energie ein Mensch bei bestimmten Tätigkeiten verbraucht und wie gut sein Körper Fett speichert. Gene besagen aber nur, dass man eine größere Veranlagung zum Übergewicht hat. Entscheidend dafür, dass man es bekommt, sind ungünstige Essgewohnheiten, wie Essen aus Langeweile oder Frust, zu große Portionen und Bewegungsmangel.

Ich nasche gar nicht viel. Warum habe ich trotzdem Übergewicht?
Von zehn Lebensmitteln, die man im Supermarkt kaufen kann, enthalten acht irgendeine Art von Zucker. Wusstest du, dass auch in Wurst, Senf oder salzigen Knabbereien Zucker steckt? Vor allem in Fertigprodukten wie Knuspermüslis, Fruchtjoghurts und süßen Getränken wie Säften oder Limonaden sind häufig große Mengen Zucker enthalten. Das ist besonders fies, denn so gewöhnen sich Kinder schon von Klein auf an Zucker. Zucker gehört zu den schlimmsten Dickmachern. Mit Wasser als Durstlöscher oder selbstgemachten Müsli aus Getreideflocken, Nüssen und frischem Obst oder Naturjoghurt kann man Zucker einsparen.

Was hilft gegen überschüssige Kilos? Muss man eine Diät machen?
Übergewicht kann man reduzieren, indem man den Energieverbrauch erhöht. Z.B. durch regelmäßigen Sport und Bewegung in der Freizeit - wie zu Fuß zur Schule gehen oder das Fahrrad nehmen, Treppen steigen. Natürlich darf man auch Süßes essen. Wichtig ist, dass man täglich Gemüse und Obst isst. Fastfood, Süßigkeiten und Fertiggerichte sollen nur die Ausnahme sind - und nicht der Hauptbestandteil des Essens.

Welchen Einfluss hat das Verhalten der Eltern?
Einen sehr großen. Erwachsene sind Vorbilder. Wenn die Eltern selbst viel am Sofa vorm Fernseher sitzen und kurze Wege mit dem Auto fahren, motiviert das Kinder kaum, es anders zu machen. Macht die Familie in der Freizeit jedoch viel Bewegung und Sport, geht schwimmen, wandern oder radfahren, dann haben Kinder meistens auch Spaß daran.


Foto: Christian Leopold
 
Wasser trinken
Neben einer ausgewogenen Ernährung ist es für deine Gesundheit besonders wichtig, genug zu trinken - und zwar am besten WASSER!
Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und hin und wieder mit Wasser verdünnte Obst und Gemüsesäfte dürfen es auch mal sein.
Aber dein Hauptgetränk sollte Wasser sein! Rund 6 Gläser solltest du am Tag davon trinken!

Mit ein paar schmackhaften Kräutern wie Pfefferminze oder Melisse oder mit Beeren, Orangen- oder Zitronenscheiben kannst du deinem Wasser übrigens ein bisschen Geschmack verleihen!

VORSICHT ist bei gezuckerten Getränken geboten! Diese machen dick, schädigen die Zähne und können im Übermaß getrunken sogar zu Diabetes führen! Cola, Limonaden & Co also nur sehr selten aber keinesfalls als Dauergetränk trinken!


Foto: www.pixabay.com
 
Zeigt her eure Zähne!
Mit der Gratiszahnspange hat die Sozialversicherung eine wichtige Serviceleistung für mehr Zahngesundheit für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahre eingeführt.
Zahnfehlstellungen von Kindern müssen frühzeitig behandelt werden, um nicht die Zahngesundheit im Erwachsenenalter zu gefährden. Seit Juli 2015 nimmt die Sozialversicherung Eltern in schweren Fällen die gesamte finanzielle Last ab. Die erste neue Leistung, die frühkindliche kieferorthopädische Behandlung setzt bereits bei Kindern ab dem sechsten Lebensjahr an. Ab dem 12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kann dann eine festsitzende Zahnspange verordnet werden. Wenn man bedenkt, dass eine Zahnspange für Jugendliche immerhin bis zu 5.000 Euro kostet - für einkommensschwache Familien unmöglich leistbar – ist es leicht nachvollziehbar, wie wertvoll diese neue Serviceleistung der Sozialversicherung ist. Und die Daten sprechen für sich: Der Anteil der Abrechnungen kieferorthopädischer Leistungen als eine Sachleistung der Krankenkasse ist in den vergangenen zwei Jahren von rund 40 auf über 80 Prozent gestiegen.

Was müssen Eltern beachten, die glauben, dass ihr Kind eine Fehlstellung der Zähne hat? Ob eine Behandlung notwendig ist, entscheidet immer der Zahnarzt. Er überweist bei Bedarf an den Kieferorthopäden. Dieser stellt dann anhand einer international geltenden Einstufung (IOTN – Index of Orthodontic Treatment Need) fest, wie groß die Zahnfehlstellung des jungen Patienten gemessen an der Zahn-Norm ist. Diese wird in fünf Graden (IOTN1 bis IOTN5) unterschieden. Ausschließlich kosmetische Korrekturen werden nicht bezahlt. Das Leistungspaket der Sozialversicherung kommt nur bei schweren Fehlstellungen zum Tragen. Liegt IOTN 4 oder 5 vor, kann die Behandlung ohne Zu- oder Aufzahlungen der Eltern erfolgen. Wichtig: Um in den vollen Genuss der Gratiszahnspange zu kommen, muss die Behandlung von einem Vertragszahnarzt und einem Vertragskieferorthopäden durchgeführt werden. Entscheiden sich Eltern heute trotzdem für einen Wahlzahnarzt oder Wahlkieferorthopäden, so entscheiden sie sich auch dafür, einen Teil der Kosten selbst zu tragen.

2016 wurden 40.418 Kinder und Jugendliche mit einer Gratis-Zahnspange kieferorthopädisch behandelt, 28.314 davon sind Neuzugänge. Nicht nur die gute Inanspruchnahme ist Anlass für ein positives Resümee. Mit der Gratis-Zahnspange bekommen alle Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihren sozialen Verhältnissen – die Chance auf gesunde Zähne!


Foto: Fotolia
 
Die Wiener Gesundheitsförderung
Für ein gesundes Leben in einer gesunden Stadt
 
Macht gesundes Essen Spaß? Wie oft sollte ich mich bewegen, um gesund zu bleiben? Und was kann ich eigentlich tun, damit ich mich gut fühle? Hast du dir diese Fragen auch schon einmal gestellt? Antworten bekommst du von der Wiener Gesundheitsförderung! Denn: Uns ist wichtig, dass es allen Menschen in Wien gut geht und sie gesund sind. Gesund sein bedeutet, dass du abwechslungsreich isst, regelmäßig Bewegung machst und dich rundum wohlfühlst!

Deswegen haben wir viele Angebote und kommen überall dorthin, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und in ihrer Freizeit sind. Wahrscheinlich kennst du unser Wiener Schulfruchtprogramm an allen Pflichtschulen der Stadt Wien!? Dabei bekommst du jede Woche Obst oder Gemüse in deine Schule geliefert und lernst auch noch Interessantes über gesundes Essen. Oder vielleicht hast du schon einmal das Zahntheater von "Tipptopp. Gesund im Mund und rundherum" besucht und gesehen, wie man richtig Zähne putzt!?

Gesundheit erleben
Wie du gesund bleibst, zeigt dir auch die Life Lounge der Wiener Gesundheitsförderung. Mit ihr sind wir das ganze Jahr über in Wien unterwegs. Im Gepäck haben wir viele Tipps zu Bewegung, Ernährung und damit du dich wohlfühlst. Wo auch immer die Life Lounge gerade Halt macht: Mach mit und probiere aus, was dir gut tut! Auch bei der Kindergesundheitswoche! Wenn du wissen willst, wo du uns sonst noch findest, kannst du im Internet nachschauen: www.wig.or.at
 
So bleibst du gesund!

Diese Tipps sollen dir helfen, damit du gesund bleibst und dich gut fühlst!

Bewegung im Alltag wirkt
-       Bleib in Bewegung! Bewege dich jeden Tag mindestens eine Stunde lang.
-       Kurze Wege kannst du zu Fuß gehen. Fahre mit dem Fahrrad oder dem Scooter in die Schule.
-       Wenn du länger sitzt, mach regelmäßig eine Bewegungspause von 10 Minuten: steh auf, strecke dich und geh ein wenig herum.
-       Gemeinsam aktiv sein macht Spaß! Spiele mit deinen Freundinnen und Freunden Fangen, Fußball oder findet heraus, wer am schnellsten laufen kann.

Gesunde Ernährung schmeckt
-       Iss abwechslungsreich – also viele verschiedene Dinge – und probiere Neues aus.
-       Getreide (zum Beispiel Dinkel oder Reis), Kartoffeln, Gemüse und Obst sind gesund und sollten deshalb jeden Tag auf deinem Teller landen. Auch Milch und Milchprodukte, Fisch, Hülsenfrüchte und Fleisch gehören zu einer abwechslungsreichen Ernährung dazu.
-       Süßigkeiten haben viel Zucker, Chips und Pommes viel Fett. Deshalb solltest du diese Dinge nicht jeden Tag essen. Wenn du doch einmal Lust auf Süßes oder Fettiges hast, nimm nur eine kleine Hand voll davon. Lass dir Zeit beim Essen und genieße!
-       Viel Zucker tut deinen Zähnen nicht gut! Deshalb: Nach Süßem Zähne putzen oder zumindest den Mund gründlich mit Wasser ausspülen.
-       Vergiss nicht darauf, genug zu trinken! Ideal sind Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte.

Rundum Wohlfühlen
-       Versuche, deine Umgebung mit deinen Augen, deinen Ohren und mit deiner Nase ganz bewusst zu erfassen: Siehst du wie im Frühling die Blumen blühen? Hörst du den Wind durch die Gassen pfeifen? Riechst du den Regen im Sommer?
-       Mach Pausen zur Entspannung! Dehne und streck dich, werde ganz groß und wieder klein. Atme ein paar Mal tief ein und dann wieder aus und achte darauf, wie sich dein Bauch hebt und senkt.
-       Runzel die Stirn, zieh die Augenbrauen hoch, rümpfe die Nase und lächle – das aktiviert deine Gesichtsmuskeln.
-       Zeige deinen Freundinnen und Freunden pantomimisch – also nur mit deinem Körper und ohne dabei zu reden – was du gut kannst. Das kann zum Beispiel singen, tanzen oder Basketball spielen sein. Wer zuerst errät, was du gezeigt hast, ist als nächstes dran.

 
 
ERSTE HILFE und NOTRUF
Erste Hilfe
 
Erste Hilfe ist kinderleicht – besonders dann, wenn du bereits in jungen Jahren beginnst, sie regelmäßig zu üben. Auch wenn du kein Erwachsener bist, kannst du Leben retten oder in Situationen, in denen du vielleicht noch nicht ausreichend Kraft hast, andere Menschen zur Hilfeleistung anleiten. Bei der Ersten Hilfe kannst du nichts falsch machen, falsch wäre nur, gar nichts zu tun!

Das Eintreffen der Einsatzkräfte kann in Wien bis zu 10 Minuten dauern. Wird in dieser Zeit keine Betreuung der verletzten oder erkrankten Person durchgeführt, kann das in manchen Fällen zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führen. (Wenn du einmal ausprobierst, wie lange du die Luft anhalten kannst, wirst du feststellen, dass in manchen Situationen, in denen zum Beispiel die Atmung nicht gut funktioniert, die Wartezeit auf die Rettung kaum überlebt werden kann). Deshalb ist es wichtig, dass jeder, der gerade vor Ort ist, im Ernstfall sofort Erste Hilfe leisten kann!

Selbstschutz
Bevor du jemand anderem hilfst, ist es besonders wichtig, zunächst gut auf dich aufzupassen. Wenn dir durch voreiliges Handeln selbst etwas passiert, kannst du auch anderen keine Hilfe sein.
Achte daher darauf, dass du und andere sich zu keiner Zeit selbst in Gefahr bringen! Dies bedeutet zum Beispiel auf den Straßenverkehr zu Acht zu geben und dich insbesondere beim Überqueren der Straße zu versichern, dass dich kein herannahender Verkehr gefährdet. Auch herumliegende Gegenstände über die du stolpern könntest oder Haustiere können eine Gefahr sein. Begib dich niemals in Situationen, deren Gefährlichkeit für dich schwer abschätzbar ist (Eisfläche, Feuer, Gewässer, Gewaltsituationen), sondern bringe dich in diesem Fall zunächst selbst in Sicherheit, rufe dann die Rettung und überlasse das Eingreifen den Einsatzkräften.

Notrufnummern
Die richtigen Telefonnummern zu kennen, kann im Fall des Falles Leben retten. Es ist daher wichtig, dass du dir die nachfolgenden Telefonnummern gut einprägst:
 
122 – Feuerwehr
133 – Polizei
144 – Rettung

Zusätzlich zu diesen drei österreichischen Notrufnummern, gibt es zwei weitere Telefonnummern, die hilfreich sein können:

·       der EURO-Notruf unter 112: Der Euronotruf ist in ganz Europa und auch in vielen anderen Ländern gültig und daher zum Beispiel wichtig, wenn du im Ausland auf Urlaub bist. Wenn du in Österreich keinen Empfang mit Deinem Handy hast, kannst du es einfach abschalten und bevor du Deinen SIM Code eintippst, den Notruf wählen. Dann kann dein Handy auch auf andere Netzte zugreifen und du kannst den Notruf absetzen.
·       der Ärztefunkdienst unter 141: dabei handelt es sich um eine/n fahrende/n AllgemeinmedizinerIn, der nachts und an Wochenenden und Feiertagen Hausbesuche macht, auf Grund längerer Wartezeiten aber nicht für akute Notfälle geeignet ist.
 
Beim Anruf bei einer Notrufnummer führt dich ein sogenannter "Leitstellendisponent" durch das Gespräch und wird mit gezielten Fragen versuchen herauszufinden, wie genau die Notfallsituation aussieht und welche Einsatzkräfte erforderlich sind. Die Einsatzkräfte können dabei zeitgleich mit dem Telefonat bereits entsandt werden. Die wichtigste Information ist die genaue Beschreibung des Notfallortes, die im besten Fall aus den Angaben Bezirk, Straße, Hausnummer, Stockwerk und Türnummer bzw. der Angabe "auf der Straße" und/oder auffälligen Anhaltspunkten in der näheren Umgebung ("vor dem Eingang der Ströck-Filiale im Hauptbahnhof auf der obersten Ebene gleich neben dem Haupteingang") besteht. An unübersichtlichen Orten (großer Gemeindebau, Schulgebäude, etc.) ist es außerdem hilfreich, eine Person am Zufahrtsort zum Einweisen der Einsatzkräfte zu positionieren.

 
Die zauberhafte Welt der Homöopathie
Homöopathie ist beliebt – besonders bei Familien mit Kindern! Mit homöopathischen Arzneien in Form von Kügelchen, Tropfen, Tabletten und Salben können viele Krankheiten schnell, sanft und nebenwirkungsarm behandelt werden. Aber: Was genau ist Homöopathie eigentlich?
 
Die homöopathische Medizin ist eine Behandlungsform, die seit mehr als 200 Jahren chronische und akute Krankheiten auf natürliche Weise heilt. Erfinder der Homöopathie ist der deutsche Arzt und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843).

Similia similibus curentur: Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt
Schon Hippokrates aus Griechenland, einer der berühmtesten Ärzte der Welt und Begründer der Medizin als Wissenschaft (geb. 460 v. Chr. in Kos) wusste, dass durch die Anwendung von Ähnlichem Krankheiten geheilt werden können. Im Jahre 1796 beschrieb Hahnemann, dass sowohl die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln aus Pflanzenextrakten, Kräutern, Mineralien und auch tierischen Material bei gesunden Menschen ähnliche Auswirkungen auf den Körper hat wie die Krankheiten, gegen die sie erfolgreich eingesetzt werden. Als Beweis dieser Behauptung gilt sein berühmter Chinarinden-Selbstversuch: Dafür schluckte er etwas Chinin, ein aus der Rinde des Chinabaumes gewonnenes Malariamittel. Dieses Mittel löste bei ihm ähnliche Symptome wie ein Malariaschub aus: Er bekam Schüttelfrost, Fieber und Schweißausbrüche.
Das Ähnlichkeitsprinzip lässt sich auch gut an der homöopathischen Arznei Allium Cepa, aus den Wirkstoffen der Küchen-Zwiebel gewonnen, erklären. Sie kommt hauptsächlich bei Fließschnupfen mit Tränen und Augenbrennen zum Einsatz. Und jeder weiß, dass beim Zwiebelschälen genau diese Symptome auftreten.

Wie funktioniert Homöopathie?
Das Wort "Homöopathie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "ähnliches Leid" (Homoios = ähnlich, pathos = das Leiden, ähnliches Leiden). Dabei wird bei einer Erkrankung der gesamte Körper bei der Heilung unterstützt – durch die Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte. Homöopathische Arzneien behandeln also nicht nur die Anzeichen einer Erkrankung, sondern immer den ganzen Menschen. Homöopathie ist ein Bereich der Komplementärmedizin (= ergänzende Medizin) und nicht zu verwechseln mit Bachblüten, Phytotherapie (pflanzliche Medizin) oder Ayurveda (indische Medizin). Sogar Insekten wie zum Beispiel die Honigbiene werden für die Herstellung verwendet– aber auch viele Pflanzen, Mineralien, Metalle und sogar Krankheitserreger.

Was macht ein Homöopath?
Zur Behandlung der Erkrankung sucht der homöopathische Arzt bzw. die homöopathische Ärztin nach der exakten, individuell auf den Zustand des Kranken passenden Arznei, mittels körperlicher Untersuchung und der Anamnese (darunter versteht man eine ausführliche Befragung). Das kann manchmal schon eine Stunde oder sogar auch länger dauern. Der Arzt fragt etwa, wie sich die Krankheit anfühlt und wie sie erlebt wird oder zum Beispiel auch: Schlafen Sie lieber bei geschlossenem oder geöffnetem Fenster? Verstärken sich die Symptome in der Nacht? Wird es besser durch Bewegung oder eher im Ruhezustand? Auch bestimmte Vorlieben können dabei interessant sein: Wie durstig sind Sie? Haben Sie Durst auf kalte oder warme Getränke? Haben Sie Appetit auf Süßes oder Salziges?

Über 2000 verschiedene Arzneien
Die Wahrscheinlichkeit, dass du die wirkungsvollen Kügelchen schon selbst einmal von deinen Eltern zum Beispiel bei einer Verletzung, Erkältung, Bauchweh oder Zahnschmerzen bekommen hast, ist sehr groß. Denn etwa zwei Drittel der Familien mit Klein- und Schulkindern verwenden homöopathische Arzneimittel.
Mit den mehr als 2000 homöopathischen Mitteln, die in diesem Verfahren zum Einsatz kommen, hat der Arzt unzählige Möglichkeiten zu reagieren. Allein für Kopfschmerzen gibt es mehr als 900 Heilmittel. In Apotheken werden häufig homöopathische Komplexmittel, eine Kombination bewährter homöopathischer Substanzen, empfohlen. Sie können in der Selbstmedikation sehr hilfreich sein.

Mehr Infos unter www.homoeopathie.at und www.homeopathiehilft.at


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Vitamine und Bewegung: ein echtes Gewinner - Team!
Eigentlich weiß es jedes Kind: Wer schlank und gesund bleiben will, sollte viel vitaminreiches Gemüse am Speiseplan haben und sich regelmäßig bewegen.

Besonders gesund: Kohlgewächse

Kohlgewächse gehören zu den heilkräftigsten Lebensmittel, die viel Vitamine und Mineralstoffe beinhalten. Sie sind außerdem sehr gesund für unsere Darm! Und wenn der Darm gesund ist, funktionieren Stoffwechsel und die Verdauung der Mahlzeiten besser, und das verhindert, dass wir zu dick werden!
Grünkohl, Weißkraut, Rotkraut, Kohlrüben, Chinakohl, Senf, Rettich oder Kren - sie allesamt sind voller gesunder Inhaltsstoffen. Eine besondere Spezialität ist das gesunde Sauerkraut, das besonders viel Vitamin C enthält und mit seinen Milchsäurebakterien zu den Lieblingsspeisen unserer gesunden Darmbakterien zählt!

Gesunde Rüben

Aber auch Rüben gehören zu den besonders gesunden Lebensmitteln! Die blutbildende Rote Rübe, die schon durch ihre knallige Farbe Freude bringt, versorgt uns z.B. mit wertvollem Vitamin B, Kalium und Folsäure. Petersilienwurzeln schenken uns Vitamin C, Eisen und Kalzium, Selleriewurzeln trumpfen mit den Vitaminen A, B und C sowie einer bemerkenswerten Menge an Kalium, Eisen und Kalzium auf….
Die an Betacarotin reichen Karotten gibt es in der Zwischenzeit auch wieder in ihrer ursprünglich violetten Urform auf den Märkten zu erstehen. Buntes Wurzelgemüse kann also unserer Gesundheit eine Reihe an guten Diensten erweisen! Dazu kommen gesunde Ballaststoffe und die natürliche Süße, die in den Rüben steckt.

...grünes Blattgemüse und frische Sprossen

Im grünen Blattgemüse wie im Feldsalat, Portulak oder Häuptel-Salat sind ebenfalls gganz viele Vitamine enthalten. Aber auch frische Sprossen, wie z.B. Kresse, die wir auf der Fensterbank selber ziehen können, versorgen uns mit den gesunden Stoffen!

Spazieren, wandern, laufen, schwimmen, eislaufen, tanzen....

Wer sich dann auch noch regelmäßige bewegt, sorgt zusätzlich dafür, nicht übergewichtig zu werden und den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Flotte Spaziergänge, Wanderungen, Lauf-Runden, Eislauf-Abende mit der Familie, Schwimmen oder Tanzen - all das wandelt Speck in Muskeln um und erhöht unsere Fitness.

Bewegung in der frischen Luft

Wenn wir uns dann noch dazu im Freien bewegen, füllen wir auch gleich unsere Vitamin D Speicher wieder auf. Das lebenswichtige Vitamin D wird nämlich hauptsächlich über die Sonneneinstrahlung über die Haut gebildet! Gerade in der kalten Jarheszeit, wenn wir viele Stunden drinnen sind, ist es daher besonders wichtig, immer wieder auch ins Freie zu gehen. 
 
Nicht nur schlank und gesund – sondern auch noch glücklich!

Neben den positiven Auswirkungen auf unseren Körper macht die Kombination aus ausreichend vitaminreichem Gemüse und Bewegung an der frischen Luft auch noch glücklich. Es verbessert nämlich unsere Stimmung und hilft uns Glückshormone zu bilden, Stress abzubauen und uns wohl zu fühlen.

 

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